Wanzen-im-Ruhrgebiet
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Chilacis typhae

EntGerm Nr. 630

 

Chilacis typhae

(Perris, 1857)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Besondere Merkmale:

Glänzend gelblich-braun; dunkel punktiert;

Fühler braun/schwarzbraun;

Scutellum dunkelbraun mit gelbbrauner V-förmiger Zeichnung;

Corium mit weißlich-gelben Adern;

Membran farblos mit bräunlichen Streifen;

Beine gelbbraun, Femora manchmal dunkler;

Körpergröße 3,8-4,7 mm

 

Lebensraum:

Chilacis typhae lebt an Typha-Arten (Rohrkolben) an allen Orten, wo die Wirtspflanze wächst.

 

Biologie und Lebensweise:

In klimatisch günstigen Jahren werden vermutlich zwei Generationen im Jahr durchlaufen, es können aber auch Larven überwintern und die neue Generation erscheint dann erst im nächsten Jahr. Von daher können fast ganzjährig Larven und Imagines zur gleichen Zeit gefunden werden.

Gerade zur Paarungszeit sind die Tiere, auch kopulierend, außen an den Kolben zu finden.

 

Nahrung:

Es werden alte und neue Kolben der Wirtspflanze besaugt.

 

Verbreitung in D/Welt:

Von Südskandinavien bis zum nördlichen Mittelmeer, im Osten bis nach Mittelasien.

Eingeschleppt nach Nordamerika.

In Deutschland überall zu finden, besonders im Norden und Osten.

 

Verbreitung in NRW:

Chilacis typhae ist an den entsprechenden Standorten fast überall in NRW vertreten.

 

Benutzte Literatur:

STICHEL, W. (1955-1962): Illustrierte Bestimmungstabellen der Wanzen. 

WACHMANN, E.; MELBER, A.; DECKERT, J. (2004 – 2012): Wanzen, Neubearbeitung der Wanzen Deutschlands, Österreichs und der deutschsprachigen Schweiz. - Bd. 3, Goecke & Evers

WAGNER, E. (1966): Wanzen oder Heteropteren (I. Pentatomorpha). – Die Tierwelt Deutschlands 54. Teil, Gustav Fischer Verlag