Wanzen-im-Ruhrgebiet
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Kalama tricornis

EntGerm Nr. 137

 

Kalama tricornis

(SCHRANK, 1801)



 

 

 

 

 



 

 

 

Besondere Merkmale:

Schwarzgrau bis braun; Kopf schwarz, Stirn mit zwei schwarzen Dornen;

Fühler schwarz und lang behaart;

Seitenrand des Pronotums vorn mit 3-4, hinten mit 2 Maschenreihen, Distalecken fast rechtwinklig;

Außenrand der Deckflügel mit 1-2 Maschenreihen, im mittleren Teil das Männchen mit 3, das Weibchen mit  4-5 Maschenreihen;

Körperlänge 3-3,5 mm

 

Lebensraum:

Kalama tricornis lebt auf trockenen Sandböden ebenso wie auf lehmigen oder steinigen Böden unter verschiedenen Kräutern, z.B. Natternkopf (Echium vulgare), Habichtskraut (Hieracium), Beifuß (Artemisia), Greiskraut (Senecio) u.a.

 

Biologie und Lebensweise:

Man vermutet, dass in günstigen Lagen zwei Generationen pro Jahr durchlaufen werden und die Alttiere überwintern.

Die jungen Larven leben scheinbar unterirdisch, da in Bodenfallen nur Altlarven und Imagines gefunden  wurden. Die Altlarven erscheinen im Mai und August, die Imagines im Juni und September. (Bekannt ist dies für das Rhein-Main-Gebiet und Norddeutschland.)

 

Nahrung:

Es wird eine Präferenz für Hieracium vermutet, doch gibt es dazu keine allzu genauen Informationen.

 

Verbreitung in D/Welt:

Kalama tricornis ist ein holarktische Art und besiedelt fast die ganze Nordhalbkugel. Das Gebiet umfasst Europa, Nordafrika, den Nahen Osten, Sibirien und China – und die USA.

In Deutschland überall zu finden.

 

Verbreitung in NRW:

Diese Art ist in ganz NRW zu finden.

 

Benutzte Literatur:

STICHEL, W. (1955-1962): Illustrierte Bestimmungstabellen der Wanzen. 

STRAUß, G. (2010): CORISA Wanzenabbildungen. – CD-ROM

WACHMANN, E.; MELBER, A.; DECKERT, J. (2004 – 2012): Wanzen, Neubearbeitung der Wanzen Deutschlands, Österreichs und der deutschsprachigen Schweiz. - Bd. 1, Goecke & Evers

WAGNER, E. (1967): Wanzen oder Heteropteren (II. Cimicomorpha) . – Die Tierwelt Deutschlands 55. Teil, Gustav Fischer Verlag

Kalama tricornis Funddaten.doc
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